Soll man die hl. Maria verehren oder aber ignorieren? | kreuzamhimmel.li

Hl. Maria verehren oder aber ignorieren? Argumente

Den Katholiken wird oftmals fälschlicherweise unterstellt, sie würden die hl. Maria anbeten – was jedoch nicht der Fall ist. Es wird zu (!) ihr gebetet, sie wird jedoch nicht angebetet, da sie ist ja keine Göttin ist. Darf man sie aber verehren? Die einen sagen, ja, man solle die hl. Maria, die Mutter Christi, verehren. Die anderen hingegen argumentieren, man dürfe ihr nicht allzu grosse Beachtung schenken, da eine Verehrung Marias gewissermassen von der Verehrung Jesu Christi ablenke – und sogar dem christlichen Glauben widerspreche bzw. nicht gottgefällig sei.
Was stimmt? Was macht Sinn? Was ist diesbezüglich der Wille Gottes?

Zur Beantwortung dieser Fragen ist es wichtig zu versuchen, sich von der eigenen Glaubensprägung für einen Moment zu lösen – um die Sache unvoreingenommen und möglichst objektiv durchleuchten zu können. Genauso wichtig ist es, sich darum zu bemühen, Rechthaberei beiseitezuschieben. Denn Stolz verblendet. Es kann nur eine Wahrheit geben: Entweder ist es gottgewollt, dass man die hl. Maria2222 verehrt – oder aber es ist nicht im Sinne Gottes.

Welche Argumente sprechen dafür, dass man die hl. Maria nicht ignorieren, sondern verehren soll?

Argument 1: Die hl. Maria wird von Gott „du Begnadete“ genannt; sie wurde Mutter Gottes
Der Erzengel Gabriel überbrachte Maria eine wunderbare Nachricht: Sie werde ein göttliches Kind empfangen, die Mutter Gottes werden.
So heisst es in der Bibel unter anderem: „Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.“ (Lk 1,28)
Gott nannte die Muttergottes (durch seinen Boten, den Erzengel Gabriel) also „Begnadete“. Sollen daher nicht auch wir sie hochschätzen und respektvoll „Begnadete“ nennen dürfen – genauso wie es Gott (durch den Engel) getan hat?

Argument 2: Die hl. Maria sagte: „Mir geschehe, wie Du es gesagt hast.“
Die hl. Maria hat – ihrem freien Willen folgend – Ja gesagt. Bibelzitat: „Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie Du es gesagt hast.“ (Lk 1,38)
Allein schon dieses Ja macht Maria verehrungswürdig. Denn durch ihr Ja sagte sie Ja zur Menschwerdung Christi und ermöglichte so den Erlösungsplan Gottes für die ganze Menschheit.

Argument 3: Die hl. Maria trug während ihrer Schwangerschaft den Gottessohn unter ihrem Herzen und beschützte Ihn
Die hl. Maria ist die Mutter unseres Erlösers Jesus Christus, die Gottesgebärerin. Sie hat während ihrer Schwangerschaft voller Liebe denjenigen unter ihrem Herzen getragen, der uns schliesslich das ewige Leben ermöglichte. Schulden wir hierfür einzig Jesus unseren allergrössten Dank? Gebührt nicht auch Seiner Mutter Dank, die sich in mütterlicher Liebe um ihr göttliches Kind kümmerte, das geschützt in ihrem Leib heranwuchs?
(Mit Recht darf man die Muttergottes Patronin des Lebens und Schützerin der ungeborenen Kinder nennen. Keine andere Frau wusste wie sie, dass es ein göttliches Geschenk ist, ein Kind in sich zu tragen. Abtreibung stammt definitiv vom Bösen. Denn nur unter dem Einfluss des Bösen löscht eine Mutter das von Gott geschenkte Leben, ihr eigenes ungeborenes Kind, aus.)

Argument 4: Die hl. Maria war liebende, wichtige Erzieherin und Beschützerin Jesu Christi
Die hl. Maria war die Gebärerin, die liebende, fürsorgliche Erzieherin und Beschützerin Jesu Christi. Dadurch durfte sie einen grossen Einfluss ausüben auf ihren göttlichen Sohn. Sie durfte mithelfen, Jesus im Geist Gottes zu erziehen bzw. Ihn darin zu bestärken. Sie durfte ihre so prägende Mutterliebe an den Gottessohn Jesus Christus weitergeben. Ist es auch angesichts dieser Tatsache etwa nicht sinnvoll, die hl. Maria zu verehren?

Argument 5: Die hl. Maria teilte Jesu Leiden am Kreuz
Die hl. Maria stand unter dem Kreuz, als ihr göttlicher Sohn Jesus grauenhafte Qualen für uns Menschen ertrug. Das Leiden ihres innig geliebten Sohnes war auch ihr Leiden. Das Leiden ihres Sohnes ging einher mit ihrem eigenen unbeschreiblichen Schmerz, der wie ein Schwert ihre Seele durchbohrte.
Dementsprechend war ihr schon früher prophezeit worden: „Dir [Maria] selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen“ (Lk 2,35).
Sie nahm als Mutter teil am Leiden ihres göttlichen Sohnes. Wir „Durchschnittsbürger“ hier auf Erden werden wohl niemals imstande sein, in geistlicher Hinsicht die Grösse und Bedeutung dieses geteilten Leidens zu verstehen. Macht diese Anteilnahme am göttlichen Leiden die hl. Maria etwa nicht verehrungswürdig?

Argument 6: Jesus hat die hl. Maria verehrt – deshalb sollen auch wir sie ehren
„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“ lautet das vierte Gebot Gottes (2. Mose 20,12).
Auch Jesus hat sich an dieses Gebot gehalten. Er schenkte Seiner Mutter Seine unermessliche göttliche Liebe. Und wenn Jesus Seine Mutter innigst liebt(e) und verehrt(e), ist es dann etwa nicht Sein göttlicher Wille, dass auch wir Seine Mutter lieben und verehren?

Argument 7: Die hl. Maria wird Gott bei der Seelenrettung der Menschen unterstützen
Wird sich Gott etwa nicht voller Dankbarkeit bei der Muttergottes revanchieren, da sie durch ihr (an den Erzengel Gabriel und an Gott gerichtetes) Ja das Erlösungswerk Jesu Christi ermöglichte? Wird Gott die von Jesus so sehr geliebte Mutter etwa nicht mitwirken lassen an der Rettung der Seelen (etwa durch Marienerscheinungen und Marienbotschaften an die Menschheit – siehe etwa Lourdes und Fatima)? Ja, macht es etwa nicht Sinn, dass die Muttergottes ihren geliebten göttlichen Sohn darin unterstützt, für Gott Seelen zu retten? Schulden wir ihr hierfür etwa keinen Dank und keine Verehrung?

Argument 8: Gott freut sich, wenn auch wir Jesu liebender Mutter und Erzieherin danken
Wird der auferstandene Jesus Christus sich nicht auf immer und ewig mit Seiner geliebten Mutter verbunden fühlen und ihr danken wollen? Und wird es Jesus etwa nicht wertschätzen, wenn Gläubige auch heute noch Seiner geliebten Mutter innigst danken? Gott ist ewig – ewig ist auch die Seele der Gottesmutter Maria, ewig auch die Dankbarkeit Jesu gegenüber Seiner Mutter. Macht es daher nicht Sinn, dass auch wir mit Jesus (im Gebet) Seine Dankbarkeit gegenüber Seiner Mutter Maria teilen – und sie dadurch verehren?

Argument 9: Die hl. Maria als „Magd des Herrn“ (Lk. 1,38) gibt jede erhaltene Ehre an Gott weiter; sie verweist immer auf Gott
Die Muttergottes erfindet keine neue Lehre. Sie stellt sich voll und ganz hinter Gott. Sie verweist auf Jesus Christus. Die Worte der Muttergottes in der Bibel bringen es auf den Punkt: „Was er [Jesus] euch sagt, das tut!“ (Joh 2,5). Sie macht sich also zur demütigen Dienerin Christi. Sie ist die Demut in Person, die auf Gott hinweist und alle Anliegen zu Ihm weiterleitet. Dem entspricht auch die Bibelstelle, in welcher die hl. Maria auf die Ankündigung der Menschwerdung Christi durch den Erzengel Gabriel mit folgenden Worten reagiert: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ (Lk 1,38) Als „Magd des Herrn“ verwendet sie die Ehre, die ihr zuteil wird, einzig zur Verherrlichung Gottes. Indem wir sie verehren, wird letztlich immer Jesus Christus verherrlicht. (Nochmals: Göttlich ist aber einzig Jesus. Nur Er soll angebetet werden. Die hl. Maria verdient jedoch Verehrung.)

Argument 10: Botschaften und Wunder in Zusammenhang mit der hl. Maria
Falls man an der Grösse der Muttergottes zweifelt, möge man sich unvoreingenommen (!) mit den (kirchlich anerkannten) Marienbotschaften an die hl. Äbtissin Maria von Agreda (1602 – 1665) befassen. Ausserdem mit dem wundersamen Madonnabild von Guadalupe: Aufgrund dieses Bildes auf dem Kaktusfaser-Umhang des Indios Juan Diego haben sich im 16. Jh. in Mexiko bzw. Mittelamerika über acht Millionen Menschen zum Christentum bekehrt! (Siehe dazu auf dieser Website die Kapitel „Gottesbeweis: Hl. Maria von Agreda“ und „Gottesbeweis: Wunderbild Guadalupe“). Ausserdem beschäftige man sich mit den unerklärlichen Wunderheilungen etwa am kirchlich anerkannten Marienerscheinungsort Lourdes in Frankreich. Die hl. Maria vermittelt uns im Auftrag Gottes Gnaden.

Argument 11: Die hl. Maria als Schlangenzertreterin
Das 1. Buch Mose (Genesis, 3,15) ist Teil des Alten Testaments der Bibel, wurde also vor Christi Geburt geschrieben. Darin heisst es: „Die Frau“ bzw. deren Nachwuchs werde die Schlange (d.h. Satan) schliesslich am Kopf treffen – also besiegen. Die katholische Kirche nennt die hl. Maria deshalb „Schlangenzertreterin“. Nach Meinung anderer ist mit „Frau“ (siehe die genannte Bibelpassage) die Kirche gemeint. Was stimmt? Ist es nicht naheliegend, dass Gott der Mutter Jesu aus Liebe und Dankbarkeit viel Macht gegeben hat, weil sie es war, die Ja zur Empfängnis und so Ja zum Erlösungswerk Christi sagte? Sie erhielt von Gott grosse Macht im Kampf gegen das Böse, weil sie als Mutter ihren göttlichen Sohn vor allem Übel beschützte.
Ist die Tatsache, dass der hl. Maria von weltlicher Seite derart viel Hass entgegenschlägt, nicht ein weiterer Wahrheitsbeweis bezüglich der Grösse und der Macht, die der hl. Maria von Gott gegeben wurde? Denn nur was wahr ist, wird derart massiv und unfair bekämpft.

Argument 12: Die hl. Maria als Fürsprecherin, Gnadenvermittlerin, Miterlöserin
Gemäss Lehre der katholischen Kirche ist die hl. Maria Fürsprecherin und Gnadenvermittlerin. Ist es etwa nicht naheliegend, dass Gott – der ja ein Gott der Liebe ist – der Mutter Jesu diese Aufgaben zuteilte? Und macht es etwa nicht Sinn, dass Gott die liebende Mutter Jesu Christi zur Miterlöserin gemacht hat – sie, die Ja sagte zum Erlösungswerk Christi?


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